Angeln Im Herbst

Angeln Im Herbst Zur Besten Jahreszeit

Wenn sich die Blätter rot färben und schließlich von den Bäum herabfallen ist die beste Jahreszeit zum Angeln angebrochen. Wenn man nur drei Monate im Jahr angeln dürfte, würde ich mir den späten August, September und Oktober aussuchen. Bis auf die Forellen, die bald ihre Laichzeit haben, darfst Du jetzt die meisten Fische noch beangeln. Viele Faktoren sprechen jetzt für regelmäßige Fangerfolge.

Warum ist das Angeln im Herbst etwas besonderes?

Zum einen kühlt das Wasser nach dem Sommer langsam wieder ab und erleichtert den Fischen die Sauerstoffaufnahme, da kälteres Wasser mehr Sauerstoff enthält. Dennoch ist die Wassertemperatur oft noch warm genug, um die Fische bei Beißlaune zu halten. Oftmals ist jetzt die Wassertemperatur sogar höher als die Außentemperatur. Du solltest nun also stets ein Wasserthermometer dabei haben. Wenn sich das Wasser Richtung Winter weiter abkühlt, ziehen sich die Fische in tiefere Schichten zurück, denn dort befindet sich das wärmste Wasser von 4°C, da es dann höchste Dichte hat. (Anomalie des Wassers) Aber noch ist es eben nicht soweit, sondern wir befinden uns in der goldenen Zwischenphase zwischen heißem Sommer und kaltem Winter, weshalb das Angeln im Herbst so etwas besonderes ist. Nun sind alle Fische nochmals  dazu gezwungen, kräftig Nahrung aufzunehmen, da sie sich in den Wintermonaten in eine Art Winterstarre begeben und ihren Energiehaushalt herunterfahren. Dann nehmen die meisten Fische wenig bis gar keine Nahrung mehr auf und zehren von ihren Fettpolstern, die sie sich genau jetzt im Herbst anlegen.

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Für wen bietet sich das Angeln im Herbst an?

Dabei ist für Friedfischangler wie auch für Raubfischfreunde alles dabei. Die beste Beißzeit im September findet man bei Bachforelle, Hasel, Plötze, Graskarpfen, Rapfen, Schleie, Barbe, Karpfen und Zander sowie Makrele vor. Im Oktober beißen dann noch am besten Äsche, Hecht, Plötze, Rapfen, die Quappe und der Dorsch. Wer so wie ich ein Allround-Angler ist und gerne mit verschiedenen Methoden unterschiedlichen Zielfischen nachstellt ist also bestens bedient und sollte keine Zeit verlieren.  Dabei kann man beim Angeln im Herbst fast alle Fische wieder im flacheren Uferbereich antreffen und auch die Räuber sind nun wieder vermehrt auch tagsüber aktiv. Dennoch ist die schönste Zeit wohl der frühe Morgen, wenn die Sonne gerade aufgeht und die letzten Nebelbänke auf dem Wasser auflöst. Nun kannst Du live beobachten, wie die Fisch auf Insekten Jagd machen und gleichzeitig die Räuber auf den Plan rufen. Bald ist die Sonne aufgegangen und wärmt uns angenehm mit ihren Herbststrahlen. Welch erfreulicher Gegensatz zum UV-Dauerbeschuß im Hochsommer.

Bei der Friedfischangelei darf man jetzt im Herbst im Vergleich zum Winter ruhig noch etwas größere Mengen an Futtermitteln einbringen, da die Fische eben noch nicht so träge sind und einen relativ hohen Stoffwechsel haben. Deshalb können sie auch mehr Futter aufnehmen und sind nicht sofort gesättigt. Bis Ende September kannst Du noch mit Karpfen rechnen, im Oktober dann noch mit Graskarpfen, Schleien und Plötzen. Barben sind im September oft am Grund mit den bekannten duftenden Käseködern zu erwischen, Rapfen dann im Oktober an der Oberfläche, am besten mit einem Popper oder Oberflächenwobbler.

Bei den Raubfischen müssen es noch nicht die dicksten Köder wie im Winter sein. Auch mittelgroße Wobbler und Gummifische stellen für Hecht und Zander noch eine Verlockung dar, noch gilt sozusagen „Masse vor Klasse“. Auch die Köderführung sollte, so lange das Wasser noch deutlich über zehn Grad liegt, durchaus aktiv erfolgen. Dann hat man die besten Fangaussichten. Übrigens kann man die Hechte anlocken, indem man ihre Beutefische anfüttert. Du solltest also darauf achten, welche Schwärme jetzt in Deinem Gewässer unterwegs sind und dort den Hechten auflauern. Praktischerweise verraten Dir die Weißfische auch die passende Größe und Farbe für den perfekten Köder.  Der Anbiss kommt oft plötzlich und ruckartig und Du solltest darauf gefasst sein und nicht erschrecken, sondern kraftvoll anschlagen, um den Haken in das harte Hechtmaul zu treiben. Nun musst Du ihn nur noch sicher landen und leckeren Hechtbouletten steht nichts mehr im Weg.

Mit der richtigen Einstellung gegen faule Ausreden

Lass Dir übrigens keine spezielle Hecht- oder Zanderausrüstung aufschwatzen. Mit einer Ausrüstung, wie wir sie auf diesen Seiten schon einige Male besprochen haben, kannst Du mühelos ohne Bedenken auch größere Räuber überlisten. Wenn Du gezielt auf Hechte angelst, solltest Du allerdings ein Stahlvorfach vorschalten oder ein dickes Fluorocarbon (ab 0,40mm).

Zu guter Letzt solltest Du Dich auch um Dich selber kümmern, damit das Angeln im Herbst ein voller Erfolg wird und Spaß macht. Das heißt, warme Getränke in die Thermoskanne, mehrere Lagen mit Kleidung und dicke, wasserfeste Schuhe. Zu empfehlen sind auch dicke Wollsocken, damit die Füße über den Boden nicht zu schnell auskühlen. Viel wichtiger ist jedoch die innere Einstellung. Du solltest Dich nicht von ein bisschen Wind und Regen von tollen Fängen abhalten lassen, die beim Angeln im Herbst möglich sind. Also gut einpacken und nichts wie raus ans Wasser!

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