Angeln In Norwegen

Angeln In Norwegen: 13 Fakten Die Du Kennen Must

„Wenn Angeln eine Religion ist, dann ist Norwegen das Heilige Land“. So lautete eine Anzeige der Reederei Fjord Line und sie trifft den Nagel auf den Kopf. Für viele Angler stellt ein Angelurlaub in Norwegen die Krönung ihrer Angelkarriere dar. Viele erfüllen sich den Traum vom Angeln in Norwegen erst im fortgeschrittenen Alter. Doch warum so lange warten?

Viele Angler verbringen heutzutage ihren Sommerurlaub regelmäßig in Norwegen und verbinden somit Entspannung und Hobby. Auch immer mehr Jugendliche zieht es verstärkt nach Norwegen, egal ob nun zum Angeln oder Wandern oder Campen oder gar alles zusammen. Das wilde Norwegen fasziniert mit seinen Gletschern, Gipfeln und Hochebenen und lockt mit sauberem Wasser, reinster Luft und spektakulären Naturlandschaften. Es wird Zeit, dieses Land einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Warum ist Norwegen bei Anglern so sehr beliebt? Und was wissen wir eigentlich über dieses Land, außer dass es im äußersten Norden Europas liegt und das Land der Fjorde ist und Alkohol unglaublich teuer. Hier ist also meine Liste mit den für mich erstaunlichsten 13 Fakten über Norwegen:

Angeln in Norwegen, dem Land der Superlativen

  1. Der schier unglaubliche Fischreichtum und die große Artenvielfalt der Fische beeindrucken jeden Angler und erwecken sofort die Lust auf Angeln in Norwegen. So sind alleine in der offiziellen Rekordliste der Fischfänge in Norwegen ungefähr 180 Fischarten aufgeführt. Im Vergleich dazu nimmt sich Deutschland recht bescheiden aus: Die Zeitschrift „Der Blinker“ zählt 40 Fischarten in einer seiner Broschüren auf und in der Blinker Hitparade tauchen gerade einmal 25 Fischarten auf.
    Sehr vereinfacht und ganz grob kann man sagen, dass es im milden Süd- und Westnorwegen die größere Artenvielfalt und in Nordnorwegen die größeren Bestände mit den großen Exemplaren gibt. In Mittelnorwegen bekommt man von diesen beiden Welten das Beste. Also ordentliche Fischbestände und eine gute Artenvielfalt. Es ist also das Paradies für jeden Angler. Zudem haben die Süßgewässer in Mittelnorwegen einen großen Bestand an den begehrten Salmoniden, der in Europa seinesgleichen sucht. Lachs, Forelle, Äsche und Arktischem Saibling kann man mit einem lokalen Angelschein befischen. Die Preise von Wochenkarten variieren sehr stark zwischen 100 und 1400 Kronen (ca. 10 bis 140 Euro). Vorher muss man jedoch noch die jährliche Fischereigebühr zahlen (ca. 30 Euro pro Nase). Insgesamt sind die Reglementierungen jedoch deutlich zurückhaltender als in Deutschland und die Angelkarten sind verglichen mit anderen Angelparadiesen erschwinglich. Wenn man dort überhaupt an Karten herankommt. Das Meeresangeln in Norwegen wiederum ist komplett frei und kostenlos. Vom Boot und auch vom Ufer aus. Hier findest Du ein kostenloses PDF mit 33 Tricks für Norwegenangler.
  2. Sehr angenehm zum Angeln in Norwegen ist das für diese nördliche Breitenlage erstaunlich milde Klima. Sogar in den Wintermonaten sind die Küstenstreifen Norwegens eisfrei und beangelbar. Dafür sorgen Ausläufer des warmen Golfstroms und die Passatwinde. Jakutsk in Russland beispielsweise liegt fast auf demselben Breitengrad wie Oslo und gilt als die kälteste Stadt der Welt mit durchschnittlichen Temperaturen im Winter von rund um die -40°C…“Always look on the bright side of life…“Angeln In Norwegen
  3. Vielleicht denkt jetzt der ein oder andere, „Oh mein Gott, dann wimmelt es dort sicherlich von Angeltouristen und sonstigen Urlaubern. Doch weit gefehlt: Als Angler wird man trotz dieser paradiesischen Bedingungen seine Ruhe haben. Denn Norwegen hat eine Bevölkerungsdichte von nur 16 Einwohnern je Quadratkilometer. Nur Island ist im europäischen Vergleich noch dünner besiedelt. Zum Vergleich: Deutschland hat eine Bevölkerungsdichte von 227 Einwohnern je Quadratkilometer. Da ist es kein Wunder, dass hier bei uns viele Gewässer ständig überlaufen sind. Vor allem in Nähe der Autoparkplätze 😉
  4. Vor nicht allzu langer Zeit im Jahre 2011 wurde die Gesamtküstenlänge Norwegens neu vermessen. Dieses mal wurden sämtliche Fjorde und Inseln miteinbezogen und siehe da: Die Gesamtküstenlänge Norwegens entspricht mehr als dem zweifachen Erdumfang! Norwegen liegt damit weltweit auf Platz 2 nach Kanada. „So etwas wie die Küste Norwegens gibt es auf der ganzen Erde nur einmal.“
  5. Übrigens können viele Norweger erstaunlich gut Deutsch verstehen. Deutsch war bis in die 1950er Jahre wie im restlichen Skandinavien traditionell die erste Fremdsprache in Norwegen. Heute ist Englisch der Verbreitung nach die erste Fremdsprache, vor Deutsch und Spanisch als zweiter Fremdsprache und Französisch als dritter Fremdsprache.
  6. Norwegen ist ein Königreich, genauer gesagt, eine konstitutionelle Monarchie. Die Macht der Herrscherfamilie ist also durch die Verfassung beschränkt. Es gilt als eines der Länder mit dem höchsten Lebensstandard der Welt: „Der Index für menschliche Entwicklung (HDI) der UN stuft Norwegen seit vielen Jahren als das weltweit am weitesten entwickelte Land ein.[5] Darüber hinaus ist es laut dem Demokratieindex der britischen Zeitschrift The Economist der demokratischste Staat der Welt.“ Und nicht vergessen: Norwegen ist kein Mitglied der Europäischen Union und somit kann man dort auch nicht mit dem Euro zahlen. Zum Angeln in Norwegen muss man also zunächst einmal genügend Euro gegen Kronen tauschen. Ein Euro entspricht dabei ganz grob 10 Kronen. Allerdings kommt man auch sehr oft mit einer guten Kreditkarte weiter, weil in Norwegen die Kartenzahlung sehr weit verbreitet ist und auch kleinere Beträge einfach abgebucht werden. Oft gibt es bei Bezahlung mit Bargeld sogar einen kleinen Aufschlag.
  7. Der Stromverbrauch der Norweger ist der höchste weltweit. Durch die Nutzung der Wasserkraft ist der Strom sehr billig. Als Angler sollte man sich also nicht wundern, wenn in manchen Räumen tagelang das Licht brennt, auch wenn sie nicht genutzt werden. In manchen öffentlichen Gebäuden gibt es angeblich nicht einmal Lichtschalter!
  8. Norwegen fördert auch Erdöl und Erdgas, deren Verkaufserlöse in einem Staatsfonds angelegt werden. Dieser soll für die Zeit vorsorgen, wenn die Vorräte zur Neige gehen. Momentan kommen auf jeden Norweger umgerechnet knapp 150.000 Euro und der Fond soll bis zum Jahre 2020 auf fast 1.000 Milliarden Euro angewachsen sein!
  9. Norwegen ist eine der größten Fischerei-Nationen der Welt. Gefangen werden Dorsch, Hering, Schellfisch, Makrele und Garnelen. Lachs und Kabeljau werden vermehrt in Fischfarmen gezüchtet. Das Angeln in der näheren Umgebung von Fischzuchtanlagen und Fischereinetzen ist streng verboten. Ebenso wird Alkohol auf dem Boot nicht gerne gesehen. Die Promillegrenze liegt bei 0,8. Schwimmweste ist Pflicht. Es gibt regelmäßige Polizeikontrollen. Ein Bootsführerschein ist Pflicht, wenn man am oder nach dem 01.01.1980 geboren ist und das Boot länger als 8 m ist oder wenn es einen Motor mit mehr als 25 PS hat. Deutsche Bootsführerscheine werden akzeptiert.
  10. Lebende Köderfische sind mittlerweile auch in Norwegen verboten. Darüber hinaus gibt es dennoch unzählige Varianten, mit Naturködern zum Erfolg zu kommen. Zunehmend wird immer mehr mit Gummifischen geangelt, in Süß- wie auch in Salzwasser, vom Boot wie auch vom Ufer aus. Dabei kommen auf dem Meer Gummifische von bis zu über 30 cm und Bleigewichte von 300 Gr und mehr zum Einsatz. Bei Naturködern auf Grund bei Tiefen von 100 Meter auch 500 bis 1000 Gr.
  11. In Norwegen herrscht das Jedermannsrecht. Das heißt man darf fast überall Zelten, solange man niemanden stört. Wegen der dünnen Besiedelung ist das an vielen Orten möglich. Außerdem gibt es viele Berghütten, auf denen man kostenlos übernachten kann. Das ist eine tolle Sache, die natürlich nur funktionieren kann, wenn man verantwortlich handelt und beispielsweise seinen gesamten Müll wieder mitnimmt, Respekt vor der Natur zeigt und den Platz wieder verlässt ohne Spuren zu hinterlassen.
  12. Auf Alkohol erhebt der Staat ein Monopol und hohe Steuern. Hochprozentiges ist deshalb sehr teuer, noch teurer als in Finnland oder Schweden. Deshalb gibt es einen regelrechten Alkoholtourismus zum Süßen Bruder nach Schweden über die Grenze hinweg. Ein Bier der Hausmarke kann in einer Gaststätte 11 Euro kosten. Vielleicht deshalb sind hochprozentige Gastgeschenke bei den Norwegern sehr beliebt. Wenn Du Deinem norwegischen Angelguide also eine Flasche guten Whisky oder Wodka schenkst, dann hast Du schon gewonnen und bekommst die besten Plätze und die besten Köder auf dem Boot.
  13. Jenseits vom Polarkreis geht die sogenannte Mitternachtssonne in milden Sommernächten nicht unter. Man kann also bei hellem Licht die ganze Nacht hindurch angeln, und sich dann in die Koje hauen. Wenn man im März, September oder Oktober im nordwestlichen Norwegen seinen Angelurlaub verbringt, hat man auch noch große Chancen, die Polarlichter zu sehen, während man mit seiner Rute auf den Polarstern zielt.

 

Angeln in Norwegen ist ein atemberaubendes Abenteuer

Wie gesagt, Norwegen ist ein wunderschönes Land voller Superlativen. Jedem Naturliebhaber geht das Herz auf, wenn er diese weiten Horizonte, zerklüfteten Fjorde und wilden Gewässer sieht. Nur drei Prozent der Fläche Norwegens sind landwirtschaftlich nutzbar. Doch das macht den Norwegern überhaupt nichts aus.  „So stellen die meisten Besucher ziemlich bald überrascht fest, dass die Norweger viel offener und freundlicher sind, als es dem gängigen Klischee vom kühlen, zugeknöpften Skandinavier entspricht. Die nächste Überraschung dürfte dann bei vielen die Erkenntnis sein, dass die Landschaft Norwegens in Wirklichkeit noch viel atemberaubender ist, als jeder Reiseführer sie zu schildern vermag.“  (aus Polyglott Apa Guide „Norwegen“ 2005/2006, Seite 15)

Wann machst Du Dich auf den Weg und erfüllst Dir den Traum vom Angeln in Norwegen?

Warte nicht zu lange.

Petri Heil!

Ein Gedanke zu „Angeln In Norwegen: 13 Fakten Die Du Kennen Must

  1. Norwegen ist herrlich, egal wann und wo. Als Angler muss man die verschiedenen Angelmöglichkeit dort getestet haben. Egal, ob von der Küste oder auf dem Wasser, es lohnt sich. Und dann wird man am Ende noch mit einem atemberaubendem Panorama belohnt.

Ich freue mich auf Deinen Kommentar.