Angelruten für den Fangerfolg in jeder Situation

Angelruten Für Den Fangerfolg In Jeder Situation

Kommt Dir das bekannt vor? Du hast Deine Ersparnisse zusammengekratzt und Dich auf den Weg in den nächsten Angelladen gemacht. Die ganze Woche hast Du Dich schon auf diesen Moment gefreut. Heute wirst Du Dir Deine neue Angelrute kaufen.

Du schaust Dich im Laden um und bist erstaunt, wie viele verschiedene Angelruten es überhaupt gibt. Zuerst freust Du Dich über die Auswahl, aber schon bald bist Du von der Fülle erschlagen und verwirrt.

Dann nimmst Du all Deinen Mut zusammen und fragst den Verkäufer, ob er Dich beraten kann. Er sagt ja und fragt Dich auf welchen Fisch und von wo aus Du angeln möchtest. Außerdem möchte er wissen, welchen Köder Du benutzen willst und wie viel Wurfgewicht Du benötigst.

Während er ungeduldig wartet und bereits wieder an die Kasse zurück muss, bist Du nun komplett durcheinander. Du wolltest doch nur einfach eine neue Angel kaufen. Stattdessen wurdest Du von dem Angebot erschlagen und denkst Dir nur noch: „Es kann doch nicht sein, dass ich dafür ein Studium absolviert haben muss, oder?“

Warum gibt es eine so große Auswahl an Angelruten?

Eine große Auswahl ist zunächst etwas erfreuliches. Es zeigt uns, dass es einen großen Bedarf an Angelruten gibt und dass viele Hersteller um die Gunst der Kunden buhlen. Das sorgt meistens für gute Qualität bei einem fairen Preis. Stell Dir vor, es gäbe nur zwei Hersteller mit je einem Rutenmodell. Die Preise wären astronomisch hoch und die Ruten wären nicht optimal für alle Angelarten.

Dennoch gibt es ein Phänomen, welches der Psychologe Barry Schwartz Paradox of Choice (Auswahl-Paradox) genannt hat. Er hat nämlich experimentell beobachtet, dass eine große Auswahl von 24 Varianten zu einer Paralyse des Kunden führt, also zu der Unfähigkeit eine Kaufentscheidung zu treffen. Bei einer deutlich geringeren Auswahl von sechs Varianten jedoch stieg die Entscheidungsfreude wieder um den Faktor 10 auf über 30%. Was sagt uns das? Nun, dass es vollkommen normal ist, dass wir im Angelladen keine Angel kaufen konnten.

Am Anfang ist diese Auswahl also durchaus hinderlich. Später dann, wenn wir einige Jahre Erfahrung gesammelt haben und wir wissen, welche unsere Lieblingsfische sind, können wir von dieser Auswahl profitieren. Ehrlich gesagt, kann dann die Auswahl gar nicht groß genug sein. Aber das kommt erst später. Soweit sind wir ja noch nicht.

Was ist denn dann die Lösung? Musst Du nun alle Angelruten von allen Herstellern studieren? Das wäre natürlich eine mögliche Lösung. Sie ist jedoch auch nicht sehr befriedigend, denn einerseits ist es eben nur ein theoretischer Vergleich und es fehlen immer noch die praktischen Erfahrungswerte. Andererseits willst Du auch nicht Dein halbes Leben in die Auswahl der geeigneten Angelausrüstung stecken. So gern Du Dein Hobby auch hast. Außerdem musst Du ja erst einmal 99% der nicht geeigneten Ruten analysieren und aus der Kandidatenliste streichen, damit die restlichen 1% Wunschkandidaten übrigbleiben. Klingt nicht gerade nach Effektiviät. Dafür ist unsere Zeit nun wirklich zu schade.

Wie Du trotzdem genau die richtige Rute findest

Wir müssen unsere Strategie ändern. Wie bei vielen anderen Produkten auch, die wir in unserem Leben kaufen, müssen wir uns umhören, welche Produkte sich bewährt haben und von den Nutzern empfohlen werden. Diese Herangehensweise hat mehrere Vorteile für Dich. Zum einen sparst Du nämlich sehr viel Zeit, weil Du nun gezielt nach Allround-Ruten für Anfänger suchen kannst und gleich eine Auswahl der besten Empfehlungen findest. Zum anderen profitierst Du, ohne die Angelruten selber je gesehen zu haben, von ihrer Eignung für die Praxis. Die Erfahrungsberichte stellen einen zufälligen Ausschnitt aus dem Erfahrungsschatz anderer Angler dar. Natürlich musst Du auch hier Deinen gesunden Menschenverstand einschalten: Mache Dir bewusst, dass Menschen viel öfter über schlechte Erfahrungen berichten, als über positive. Außerdem gibt es immer die Gefahr von Fake-Bewertungen. Diese stellen nicht die ehrliche Meinung des Nutzers dar, sondern eine warum auch immer, gekünstelte, positive Darstellung. Trotz dieser Tendenzen ist es uns nun möglich, eine vernünftige Vorauswahl zu treffen.
Wo finden wir denn diese Kundenmeinungen? Nun, einerseits gibt es die Online-Versandhändler wie Amazon oder die diversen Online-Angelshops. Andererseit gibt es die Portale wie Idealo.de oder testberichte.de, die Testberichte aus Zeitschriften sammeln und auswerten. Praktischerweise suchen sie auch gleich die günstigsten Preise heraus. Und damit kommen wir zu den klassichen Angelzeitschriften und den moderneren Online-Angelblogs. Hier werden regelmäßig Angelruten getestet und prämiert. Diese Tests bieten einen unschätzbaren Fundus an wertvollen Kauftipps. Wenn man sie beherzigt, kann man viel Geld sparen und lange Spaß mit seiner Angelrute haben. Gegenüber Kundenmeinungen haben diese Tests den Vorteil, dass Sie von Profis auf sachlicher Basis durchgeführt werden. Die Testexemplare werden zwar meistens von den Herstellern zur Verfügung gestellt. Dennoch kann man von einer gewissen Obejktivität und Neutralität der Tester ausgehen. Denn schließlich steht Ihre Reputation, Ihr Ruf als Journalisten auf dem Spiel. Ich jedenfalls vertraue diesen Tests bei meinen Recherchen fast immer zu 100% und wurde bisher auch noch nie enttäuscht. Deshlab empfehle ich Dir auch diese Vorgehensweise. Leider ist es schwierig, an viele der früheren Tests zu gelangen. Und genau diese sind für uns am wertvollsten. Schließlich handelt es sich um hervorragende Ruten, die nun deutlich günstiger zu haben wären. Hier hilft nur Recherchieren und sammeln, sammeln, sammeln.

Deshalb musst Du diese Riesenauswahl am Anfang ignorieren

Jetzt weißt Du aber immer noch nicht, mit welcher Angel Du starten sollst. Keine Sorge, ich lass Dich nicht im Regen stehen. Ich werde Dir eine Rute empfehlen, die sich hervorragend als Allround-Rute für den Einsteiger und Beginner eignet und gar nicht so teuer ist. Es handelt sich um die Black Bull von Cormoran. Sie wird Dich garantiert nicht im Stich lassen, wenn es darauf ankommt. Die Black Bull ist nämlich extrem robust und verzeiht auch viele Fehler, die Anfängern noch öfter passieren. Natürlich solltest Du Deine Rute sorgfältig behandeln, aber dennoch wird es vorkommen, dass Du sie in der Autotür einklemmst, dass der Rutenständer umfliegt, dass Du drauf trittst, dass sie den Sommer über in der prallen Sonne steht und den Winter über monatelang bei Minustemperaturen auf dem Balkon. Autsch!

Aber genau so ein Arbeitstier brauchst Du am Anfang. Hinzu kommt, dass die Rute zum Fang vieler Fischarten geeignet ist. Ob nun mit Schwimmer auf Weißfische, Salmoniden oder mit Spinnern und Wobblern auf Raubfische wie Barsche, Hechte usw. Es gibt keinen Fisch bei uns, dem Du mit dieser Rute nicht beikommen könntest. Natürlich brauchst Du später für einen 40 Pfund Karpfen oder einen zwei Meter Waller eine andere Rute. Und auch beim Angeln mit Futterkorb von über 100 Gramm oder am Meer muss irgendwann eine andere Rute her. Aber das ist alles Zukunftsmusik. Lass Dir von niemandem einreden, dass es zu Beginn nicht auch mit einer guten Allround-Angel wie der Black Bull von Cormoran geht. Am Anfang brauchst Du einfach nicht mehr als zwei Ruten. Als zweite Rute kann ich Dir besipielsweise die Colmic Teleskoprute empfehlen. Diese beiden decken meiner Meinung nach eine breite Palette an möglichen Einsatzgebieten ab.

Was ist das wichtigste im Umgang mit Deiner neuen Angelrute?

Jetzt sammel zuerst Erfahrungen mit Deiner neuen Angel. Nun heißt es oft raus ans Wasser gehen anstatt zu Hause Quellen zu studieren. Setze Dir einen realistischen, festen Zeitplan, dem Du folgst. Übrigens musst Du nicht gleich auf die Fische losgehen. Solltest Du noch nie geangelt haben, empfehle ich Dir, mit Deiner neuen Angel zuerst einmal einige hundert Probewürfe durchzuführen.

Eine gute Idee ist es auch, raus auf eine Wiese zu fahren und Trockenwürfe mit einem kleinen Bleigewicht zu üben. Hier kannst Du versuchen, bestimmte Ziele oder Kreise zu treffen. Im Ernst, das ist keine Spinnerei sondern eine hervorragende Übung, um später am Wasser die entscheidenden Stellen zu treffen. Es gibt sogar richtige Casting-Meisterschaften, bei denen es gar nicht um das Fischen an sich, sondern um den Umgang und die Treffsicherheit mit den Angelruten geht. Dabei werden die verschiedenen Disziplinen eben nicht am Wasser sondern auf Wiesen, Feldern oder Sportplätzen ausgetragen. Hier kannst Du Dir jede Menge Tricks abschauen und die Techniken von Anfang an ordentlich erlernen.

Wenn Du später am Gewässer an die schwierigen Stellen stößt, wirst Du dankbar dafür sein und auch jede Menge Geld sparen, weil Du viel weniger Köder, Schnur, Zubehör und Zeit verlieren wirst. Was glaubst Du denn, wo sich die großen, kapitalen Fische verstecken? Dort wo jeder 08/15 Angler hinwirft oder an den schwierigen Stellen, die nicht einfach anzuwerfen sind und an die sich sonst keiner herantraut? Genau! Das letztere ist der Fall. Und glaub mir, Du möchtest nicht erst am Wasser mit dem üben beginnen. Nimm deshalb deine Angel, fahre raus ins Grüne und fange an zu üben, üben, üben. Denn nur Übung macht den Meister, richtig?

Ich freue mich auf Deinen Kommentar.